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Sprache, Transkription & Übersetzung

Die Oberfläche von TalX ist in 91 Sprachen vollständig übersetzt – und „vollständig“ heißt hier wirklich alles: Bildschirme, Dialoge, Benachrichtigungen, Präsenzangaben mit korrekten Pluralformen und die Systemhinweise, die im Chatverlauf stehen.

Rechts-nach-links-Sprachen (Arabisch, Urdu, Persisch) werden mit gespiegeltem Layout und den entsprechenden Symbolvarianten dargestellt. Konstruktionen wie „Datei(en)“ gibt es nicht; Zahlwörter sind grammatikalisch korrekt gebildet.

Fällt eine Übersetzung aus, greift Englisch – nie ein leerer Text.

Unter jeder Sprachnachricht steht „Transkript anzeigen“. Antippen erzeugt den Text auf dem Gerät. Verfügbar in sechs Sprachen, je Chat einstellbar.

Wie das funktioniert und was es bedeutet:

  • Die Erkennung läuft lokal mit einer Offline-Engine. Das Audio verlässt das Gerät nie.
  • Das Sprachmodell wird nicht mit der App ausgeliefert, sondern einmalig beim ersten Transkribieren geladen und entpackt. Solange zeigt die Oberfläche „Sprachmodell wird geladen…“.
  • Das Ergebnis wird lokal zwischengespeichert – erneutes Antippen ist sofort da.
  • Das Transkript ist ein rein lokales Artefakt. Es wird nicht übertragen, ist nicht Teil der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und wird mitgelöscht, wenn die Nachricht gelöscht wird.

Warum das Modell geprüft wird, bevor es benutzt wird

Abschnitt betitelt „Warum das Modell geprüft wird, bevor es benutzt wird“

Die Sprachmodelle kommen von einem fremden Server und werden anschließend von nativem Code geparst. HTTPS deckt nur den Transportweg ab – gegen einen kompromittierten Server oder ein untergeschobenes Zertifikat aus einer regulär vertrauten Stelle hilft es nicht.

Deshalb wird jedes Archiv gegen einen fest in der App eingebauten Prüfwert und die erwartete Größe geprüft, bevor es entpackt wird. Weicht etwas ab, wird es gelöscht und nicht angefasst.

Der Prüfwert steht bewusst im Code und wird nicht zur Laufzeit geholt: Der Hersteller veröffentlicht zwar Prüfsummen – aber auf demselben Server. Wer den kontrolliert, fälscht beides. Erst ein Wert, der mit der App ausgeliefert und von deren Signatur gedeckt ist, schützt gegen einen Austausch an der Quelle.

Textnachrichten und Transkripte lassen sich zwischen 20 Sprachen übersetzen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Chinesisch, Hindi, Japanisch, Arabisch, Türkisch, Niederländisch, Rumänisch, Griechisch, Portugiesisch, Kroatisch, Koreanisch, Thai und Schwedisch.

Auf dem Gerät – und das war keine freie Wahl. Ein Aufruf bei einem Cloud-Übersetzer würde den Klartext jeder übersetzten Nachricht an einen Dritten geben, also genau das, was TalX mit Double Ratchet und ML-KEM verhindert. Das wäre kein Kompromiss, sondern die Aufhebung des Produktversprechens.

Stattdessen läuft ein On-Device-Übersetzer: Er lädt einmalig ein Sprachmodell (rund 30 MB je Sprache) und rechnet danach offline. Wie beim Transkriptionsmodell gilt: Das Modell kommt aus dem Netz, der Inhalt bleibt hier.

Details, die im Alltag auffallen:

  • „Übersetzen“ erscheint nur, wenn es etwas zu übersetzen gibt. Die Spracherkennung läuft beim Anzeigen einer Nachricht, nicht beim Empfang – für nie gelesene Nachrichten wäre die Rechenzeit verschwendet.
  • Sehr kurze Texte werden gar nicht erst analysiert. Bei „ok“ rät jede Spracherkennung, und ein falsches Angebot ist ärgerlicher als keines.
  • Nach dem Übersetzen steht dort „Original anzeigen“ – der Ausgangstext geht nie verloren.
  • Das Ergebnis wird lokal zwischengespeichert, zusammen mit der Zielsprache. Wer die Oberflächensprache wechselt, bekommt eine passende neue Übersetzung statt einer veralteten.
  • Zielsprache ist die eingestellte Oberflächensprache. Steht sie auf einer der übrigen 71 Sprachen, die der Übersetzer nicht kennt, gibt es kein Angebot.
  • Übersetzen ist eine bewusste Nutzeraktion, deshalb wird kein WLAN erzwungen. Wer im Mobilfunk darauf tippt, will jetzt ein Ergebnis.